Handhabung C-Artikel

5. März 2026 10:14

Moin,

wir diskutieren intern oft und viel, wie mit C-Artikeln (Schrauben, Muttern, Scheiben...) etc. verfahren wird.
Wir haben diese Artikel derzeit bestandsgeführt und müssen jeden Lieferschein Position für Position buchen und einen Wareneingang erstellen.

Meine Frage ist: Wie handhabt ihr solche Artikel, also welche schlauen Lösungen habt ihr, damit für diese C-Artikel wenig Arbeitsaufwand ist

Danke

Re: Handhabung C-Artikel

5. März 2026 10:42

Hallo,

Gegenfrage: Wie wichtig ist der Bestand für euch?

Wenn du solche Dinge evtl. automatisch bestellen möchtest, oder zumindest vorschlagen lassen möchtest, dann ist das schon wichtig, zu wissen, wie viel man davon hat, bzw. gerade geliefert bekommen hat.
Benutzt du intern Logistik, dann wirst du auch die Bestände benötigen, sonst kannst du nichts ein oder umlagern.

Kann man den Prozess der Warenannahme evtl. vereinfachen, und beschleunigen? Lieferschein als Excel, Handscanner? MDE?,...

Hab das schon mal für einen Kunden gemacht, der bekam Waren in einer großen Palettenkiste bunt durcheinander. Der hat dann ein MDE eingesetzt, und jeden Artikel aus der Kiste, den er in die Hand genommen hat, erstmal gescannt, und evtl. Mengen erfasst, wenn es nicht 1 war. Erst im Anschluss ist er dann hingegangen, und hat die erfasste Lieferung mit der/den Bestellung(en) /Lieferschein verglichen, und dann Differenzen geklärt.

Der Mehraufwand war gering, weil die Leute die Ware sowieso in die Hand nehmen mussten. Dann nur noch einmal zu scannen war dann kein Aufwand mehr.

Gruß Fiddi

Re: Handhabung C-Artikel

Gestern 18:32

Ich würde es immer an der Kosten-Nutzen-Frage ausrichten. Wieviel kosten euch die Prozesse, die dafür notwendig sind, um eine ordentliche Bestandsführung zu gewährleisten? Was habt ihr davon und wieviel ist es euch wert? Das muss nicht immer ein direkt-monetärer Wert sein. Es kann auch z.B. die Vermeidung eines Risikos sein.

Wenn ihr euch einmal dafür entschieden habt, den Schraubenbestand zu führen, dann würde ich schauen, was kann ich alles automatisieren, um die Prozesskosten so gering wie möglich zu halten. Das hängt aber alles sehr stark davon ab, was ihr damit macht. Wenn ihr bspw. irgendwelche Platten habt, die ungenormt auf eine Holzkonstruktion geschraubt werden, dann kann man nur sehr schlecht sagen, wie der Verbrauch ist. Da fallen auch mal welche herunter oder es werden zehn anstatt acht Schrauben verwendet. Wenn es genormt ist, kann man den Verbrauch einfach in der Produktionsstückliste hinterlegen und der Verbrauch geschieht systemseitig quasi automatisch.

Die Nachbestellung kann dann auch über Bestellvorschläge laufen. Da muss man nicht jede Position einzeln erfassen. Ggf. sind dann noch zusätzliche Abstimmungen mit eurem Lieferanten erforderlich, dass er bei Lieferung eure Referenz angeben muss. Und dass es eine gewisse Rate an Liefergenauigkeit gibt. Wenn ihr 500 Schrauben bestellt, dann sollten auch 500 Schrauben geliefert werden und nicht 450 oder 550. Das vereinfacht den Rechnungsabgleich. Gleiches gilt für die Preislisten, die sollten auf dem aktuellen Stand sein, also braucht es einen regelmäßigen Austausch mit dem Lieferanten.